Wir brauchen Medien

Die gfs Bern hat im letzten Sommer eine Umfrage durchgeführt, welche die Frage ergründete, wie wichtig Medien in unserer Gesellschaft und insbesondere in unserer ausgeprägten direkten Demokratie sind. Das Ergebnis überrascht nicht, und das ist gut so: eine grosse Mehrzahl der Stimmberechtigten in der Schweiz hat zum Ausdruck gebracht, dass den Medien – seien es elektronische, Print- oder Online-Medien – für die politische Willensbildung in unserem Land eine grosse Bedeutung zukommt. Für eine öffentliche Auseinandersetzung in politischen, gesellschaftlichen oder kulturellen Fragen braucht es eine möglichst vielseitige Darstellung der Sachverhalte, eine variable Gewichtung, Erwägung und Kommentierung von Fragen, welche die Bevölkerung beschäftigen. Dabei ist natürlich zentral, dass die je unterschiedlichen Medien ihre redaktionelle Unabhängigkeit bewahren können und auch als unabhängig wahrgenommen werden.

Trotzdem muss auch der Staat – Bund, Kantone und Gemeinden – ein Interesse daran haben, dass die Medien ihrer bedeutungsvollen Arbeit auf einem hohen journalistischen Niveau nachkommen können. Behördliche Verlautbarungen sind durch unabhängige Medienschaffende zu beurteilen, zu gewichten und korrekt darzustellen. Der Bürger, die Bürgerin wird so in die Lage versetzt, sich eine unabhängige, eigene Meinung zu bilden. Es erstaunt deshalb nicht, dass eine grosse Mehrheit der Bevölkerung einer Medienförderung durch die öffentliche Hand sehr offen gegenübersteht. In den kommenden Monaten wird mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit über ein neues Mediengesetz des Bundes abgestimmt. Es wird interessant sein zu beobachten, ob die Erkenntnisse der gfs-Umfrage dann ihre Bestätigung finden werden. Für unsere Demokratie wäre es zu hoffen.

Wir selber – die freicom Partners – unterstützen die Medienschaffenden, wir wollen uns für eine Auszeichnung für exzellente journalistische Arbeit in der Ostschweiz einsetzen. Lobende Worte sind dabei bedeutungsvoll, aber die Bedeutung von qualitativ hochstehendem journalistischen Schaffen soll auch materiell untermauert und zum Ausdruck gebracht werden. Wir sind dran!

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